2026 macht es uns Winzern nicht unbedingt leicht. Aber sind wir ehrlich: Die wirklich spannenden Jahrgänge waren selten die gemütlichen.
Der Sommer in Andau war heiß und vor allem trocken. Sehr trocken. Unsere Reben mussten ordentlich arbeiten – und wir mit ihnen. Aber genau da zeigt sich wieder, was Andau ausmacht. Unsere Böden, das pannonische Klima und vor allem die tief verwurzelten Rebstöcke kommen mit Trockenheit erstaunlich gut zurecht. Während die Bedingungen in manchen Weinregionen deutlich schwieriger waren, können wir in Andau mit dem bisherigen Verlauf durchaus zufrieden sein.
Typisch Andau eben.
Früh dran. Sehr früh.
Die Lese hat im Burgenland heuer deutlich früher begonnen als in einem durchschnittlichen Weinjahr. Auch bei uns in Andau waren wir zeitig unterwegs. Die vielen Sonnenstunden und die trockenen Bedingungen haben die Reife entsprechend vorangetrieben.
Was uns besonders freut: Die Trauben zeigen eine schöne Reife und gleichzeitig eine gute Frische. Und genau diese Kombination macht einen Jahrgang interessant. Reife Frucht alleine ist schön – aber erst mit Frische, Spannung und Struktur wird daraus ein Wein, der auch wirklich Spaß macht.
Und darum geht’s am Ende.
Was dürfen wir von 2026 erwarten?
Natürlich ist es noch zu früh, um endgültige Urteile abzugeben. Der Wein bestimmt schließlich sein eigenes Tempo – und das soll er auch. Die ersten Eindrücke stimmen uns jedenfalls sehr positiv. Die Trauben waren gesund, aromatisch und von bester Qualität. Wir erwarten ausdrucksstarke Weine mit viel Frucht, guter Struktur und der nötigen Balance.
Gerade beim Rotwein sind wir gespannt, wohin die Reise geht. Heiße Tage, kühle Nächte und unsere Andauer Lagen sind schließlich keine schlechte Ausgangsbasis für Zweigelt & Co. Oder anders gesagt: 2026 schaut ziemlich gut aus im Glas.
Die beste Antwort gibt’s im Glas
Über einen neuen Jahrgang kann man viel reden. Spannender ist es, ihn selbst zu probieren.
Die erste richtig gute Gelegenheit dazu gibt es beim Weinherbst am 8. November 2026 in Andau.
An diesem Tag öffnen wir Andauer Winzer unsere Kellertüren und laden euch ein, von Weingut zu Weingut zu ziehen, zu verkosten und die ersten Weine des neuen Jahrgangs kennenzulernen. Natürlich bleibt dabei auch genügend Zeit zum Plaudern – über die Lese, über 2026 und darüber, was wir uns von diesem Jahrgang erwarten.
Und genau das macht den Weinherbst für mich aus: Nicht lange über Wein philosophieren, sondern vorbeikommen, die Winzer treffen und selbst probieren. Wer also wissen will, wie 2026 in Andau schmeckt, sollte sich den 8. November vormerken.
Wir Andauer Winzer freuen uns auf euch.

